Saaletal Halbmarathon 2015


Im Rahmen des Saaletal Marathons wurde am 28.März 2015 Jahr die unterfränkische Meisterschaft über die halbe Stecke durchgeführt. RV-Vereinsboss Leo hatte im Vorfeld etwas die Werbetrommel gerührt sodass wir mit einer guten Truppen in der Rhön vorstellig wurden.

Zusammen mit den schnellen Mitsteitern (u.a. Jürgen, Thomas und Jochen) spekulierten wir vorrangig auf eine gute Platzierung im Mannschaftswettbewerb zu dem die schnellsten drei Läufer gewerten wurden. Für mich war das letztendlich auch DER Hauptgrund für eine Teilnahme. Warum sollte man sonst auf einer sehr hügeligen und nicht unbedingt bestzeitfähigen Stecke praktisch ohne jeglichem Tempotraining antreten. Zum Glück wurde zeitig gestartet sodass ich für den Heimweg das Velo in den Bus gepackt hatte um wenigstens auf etwas Trainingsumfang zu kommen – mit Familie überlegt man sich ja bei jedem Wettkampf ob und wie sich Hin und Rückweg rechnet.

Im Vorfeld wusste ich absolut nicht, welches Ergebnis oder welche Zeit herausspringen würde. Zum einen hatte ich bis dato keine wirklich schnelle Laufeinheit absolviert und zum anderen gab schon der Blick auf das Höhenprofil zu Bedenken. Mein Lauftraining bestand bis dato aus 2-3 kürzeren Läufen unter der Woche von 8-10km und einen langen Lauf von 25-30km, meist durch den Wald und auf hügeliger Strecke “Hund Gassi gehen”. Aufgrund der Vorgaben und Refenzzeiten anderer Läufer in den Vorjahren rechnete ich mir eine Zeit um 1:22 aus.

Gleich nach dem Start zog sich das Feld ordentlich auseinander. Ich nahm mir vor, zunächst etwas langsamer anzugehen um hintenraus nicht zu sehr leiden zu müssen. Wie bereits bekannt geht es erst mal ordentlich bergan, schätzungsweise 150HM (siehe Chart bei TP unten). Nach den ersten 1-2km bildete sich eine 10 Kopf starke Spitzengruppe, dann eine Lücke, dann eine weitere Gruppe in der ich mich befand. Es lief zu dem Zeitpunkt schon recht rund, also beschloss ich die Lücke nicht zu groß werden zu lassen. Im Resultat hieß das, sie zu schließen. Schon am Anstieg bemerkte ich dass einige Athleten vom parallel gestarteten 10km Lauf unterwegs waren. Nach 4-5km gabelte sich die Strecke, wobei ich mich zu dem Zeitpunkt schon an 4. Stelle und vor den 10km Läufern befand. Die zu Beginn erkämpften Höhenmeter werden in Ramstal in einem ziemlich steilen und mitunter unrundem Bergabstück wieder verblasen – schade eigentlich. nichts mit Tempo mitnehmen und ausruhen. Nach der ersten Verpflegung bei ca. km 7 war ich an 3. Stelle, was auch bis zum Ende so bleiben sollte. Für’s Protokoll: die ersten 10km in exact 37min. Die Strecke hat es dann noch mal in sich: erst gibt es noch 2-3 kleine steile Anstiege und Trailabschnitte, anschließend geht es relativ eben im Tal auf einem Radweg entlang bis ab Euerdorf die letzten 6km nochmal ansteigen. Ziemlich genau ab km 15 wurde es auch beim mir muskulär schmerzhaft, was man wohl auch als fehlende Tempohärte bezeichnen könnte. Letztendlich schaffte ich es aber dennoch vom zuvor harausgelaufenen Vorsprung ca. 200m ins Ziel zu retten. nach vorne waren es auch nochmal ca. 100m, die auch relativ konstant blieben.


Endzeit 1:18:30 – neue Bestzeit 3. Platz und 1. AK sowie unterfränkischer Vizemeister

Leider hat es in der Mannschaftswertung nicht ganz gereicht und wir wurden Vizemeister. Trotzdem vielen Dank an die Mitläufer. Insgesamt sehr familärer Wettkampf. Vermutlich muss man schon etwas laufverrückt sein um die Strecke und die Veranstaltung als super oder “schön” zu bezeichnen. Ich persönlich finde die Piste “anspruchsvoll”.

Im Ziel hatte ich, wie es ich schon vorher angedeutet hatte, ordentlich Muskelschmerzen in den Beinen, die ich bis dato so nicht kannt. Da man sich als Triathlet natürlcih keine Blöße geben kann bin ich dennoch mit dem Bock heimgeradelt. Ziemlich übel und nur mit Bäckerstop in Hammelburg zu machen. So kam ich auch noch in den zweifelhaften Genuß, die letzten Läufer der Marathonstrecke zu begutachten. Ich frag mich schon, was jemanden antreibt einen Marathon auf der menschenleeren Piste mit mäßiger Ausschilderung zu laufen. Ich persönlich gehe da lieber in den Spessart – kostet nichts und Spektakel wird ähnlich sein. Zur Not seht das Ergebnis Abends bei Strava, was vermutlich mehr Anerkennung findet.

Ergebnisse: http://saaletal.r.mikatiming.de/2015

Run auf Trainingpeaks: http://tpks.ws/Xdzx

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.